Paulownia Edelholzbaum

Paulownia – Edelholzbaum von der Plantage

Ach krass ist das leicht“ oder „ne, also das es so wenig wiegt hätte ich ja wirklich nicht gedacht“. Das sind typische Sätze die unsere Kunden sagen, wenn sie eine Deckplatte aus dem Paulownia-Holz das erste mal in der Hand halten.

Gerade bei so einer Outdoorküche die mobil, klein und kompakt sein soll, war mir von Anfang an die Gewichtsreduzierung extrem wichtig. Nach einiger Recherche stieß ich auf das Paulownia-Holz welches als wohl wichtigste Eigenschaft die extreme Leichtigkeit ist.

Zwei andere Eigenschaften sind der geringe Feuchtigkeitsgehalt und der hohe Flammpunkt, welcher bei ca. 425 °C liegt. Das Holz hat einen Wassergehalt von etwa 10-12 %. Ist es erst mal getrocknet, nimmt es wegen seiner festen Faserstruktur und besonderen Zellstruktur kaum Wasser auf.

Durch diese besonderen Eigenschaften ist das Holz für unterschiedlichste Sparten geeignet. Es wird gerne für Surfbretter, Snow-Boards und Ski aber auch für Bodenbeläge, Jalousien, Möbel und Saunen verwendet. Auch für das Transportwesen (z.B. für Paletten) ist es auf Grund seines geringen Gewichts sehr interessant. Paulownia-Holz hat sehr gute akustische Eigenschaften, weshalb es immer häufiger für die Herstellung von Musikinstrumenten eingesetzt wird. 

Obwohl das Holz oberflächlich sehr weich ist, zählt es durch seine feste Faserstruktur zu den Harthölzern. Interessant ist auch, dass sich im Paulownia-Holz Tannine befinden, welche das Holz beständig gegen Holzwürmer und Thermiten machen.

Ursprünglich kommt das Holz aus dem asiatischem Raum. Es gibt etwa 7 Paulownia-Arten. Alle Arten sind im östlichen und zentralen China heimisch.

Ungern wollten wir jedoch im fernen Asien Baumaterial für die KiBo ordern. Wichtig in der Herstellung der Kitchen Box ist uns der CO2-Fußabdruck der Materialien die wir verwenden. Außerdem möchten wir gern die regionale/ innländische, bzw. europäische Wirtschaft unterstützen und haben aus diesen Gründen geschaut wo wir das Holz beziehen könnten.
Eine tolle Lösung haben wir mit der Kooperation von „germantrees“ gefunden. Das deutsche Unternehmen betreibt Paulownia-Holzplantagen in Spanien in der Region von Valencia.

Im ersten Jahr bekommt der Paulownia-Baum bis zu 60 cm große Blätter. Diese sind wegen ihrer Zusammensetzung bestens als Tierfutter für Pflanzenfresser geeignet. Die Blätter enthalten ca. 19% Proteine und haben ähnliche Eigenschaften wie Luzerne. 
Zusätzlich enthalten sie Stoffe, die einen positiven Einfluss auf Leber, Nieren und Galle, sowie eine gute Wirkung bei Atemnot haben. In China sind diese Eigenschaften schon längst bekannt. Die Verwendung der Blätter in der Kosmetik ist in asiatischen Ländern genauso alt, wie ihre medizinische Anwendung.

Je größer die Krone wird, desto kleiner werden die Blätter. Die Blütenfarbe der Paulownia ist leicht rosa bis violett. Ab dem vierten Jahr bildet die Paulownia sehr schöne große Blütenrispen, welche essbar sind und sehr guten Honig geben.

Die Paulownia benötigt keine erneute Bepflanzung. Selbst bei niedrigem Abschneiden wächst vom Stamm ein neuer Setzling, der sogar schneller wächst, da das Wurzelsystem der Pflanze schon entwickelt ist.

So, ich hoffe das ich dir das Paulownia-Holz etwas näherbringen konnte und du vielleicht zwei Mal überlegst ob du die Deckplatte aus Akazien- oder nicht doch aus Paulownia-Holz nehmen magst.

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Ein besonderer Dank geht an Frau Hartelt von germantrees für die Bilder und Informationen.

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